Hertha fährt nach Berlin, aber nicht zum Finale

Das ging schnell! Die erste Runde im DFB-Pokal war am späten Freitag Abend gerade einmal zwei Spiele alt. Und schon gab es die erste Überraschung zu vermelden. Erwischt hat es den Bundesligisten Hertha BSC. Vier Auswärtstore reichten der Alten Dame nicht für die zweite Pokalrunde.

Eintracht Braunschweig - Hertha BSC 5:4 DFB-Pokal 1. Runde

Der Traum vom Pokalfinale im eigenen Stadion ist für Hertha BSC schon in der ersten Runde in Braunschweig geplatzt. Foto: Shutterstock

Braunschweig. Riesenjubel im Eintracht-Stadion! Zweitliga-Aufsteiger Braunschweig sorgte für die erste kleine Sensation im DFB-Pokal. Nicht unbedingt, weil die Niedersachsen den Favoriten aus der Hauptstadt aus dem Wettbewerb geschmissen hatte. Eher, weil die Löwen gleich fünf Tore erzielten. Immer dann, als Hertha BSC dachte, sie würden das Ruder rumreißen, war der Außenseiter schon wieder zur stellen. Und so endete die wilde Fahrt nach 90 Minuten mit neun satten Toren und dem 5:4 für Eintracht Braunschweig gegen das Team von Bruno Labbadia. So lieben wir den DFB-Pokal!

Hertha BSC gleicht aus, doch die Partie kippt nicht

Mann des Abends in Braunschweig war definitiv Martin Kobylanski, der drei Treffer der Hausherren erzielte. Den ersten schon nach zwei Minuten, genauer gesagt: nach 63 Sekunden. Und ehe sich die Berliner versahen, stand es auch schon 0:2. Ein kurioses Tor, das irgendwie zum schläfrigen Auftakt des Bundesligisten passte. Nach einer Ecke köpfte nämlich Nikolaou den Berliner Mittelstädt an.

Und von dessen Kopf flog der Ball im hohen Bogen ins Hertha-Netz (17.). Eigentor! Erst jetzt wurde es Berlin zu bunt. Erst köpfte Lukebakio zum Anschluss ein (23.), dann schlenzte Matheus Cunha genüsslich zum 2:2 (29.). Wer jetzt aber dachte, die Partie würde kippen und Braunschweig einbrechen, der sah sich getäuscht.

Immer wieder Martin Kobylanski

Weil nämlich Rekik und Leckie Eintracht-Kicker Ben Balla regelrecht in die Zange nahmen, entschied Schiedsrichter Tobias Stieler auf Elfer. Und da war dann Kobylanski wieder mit dem 3:2 (44.). Ganz ähnlich ging dann der zweite Durchgang weiter. Dieses Mal glich Pekarik für die Alte Dame aus (65.). Doch auf Kobylanski hatte zwei Minuten später schon wieder niemand geachtet. So konnte Braunschweigs Stürmer aus 16 Metern zum 4:3 vollenden (67.).

Mehr noch: Abdullahi erhöhte kurz danach sogar noch auf 5:3 (73.). Was Hertha defensiv an diesem Abend anzubieten hatte, ging gar nicht. Da half es auch nicht, dass sieben Minuten vor dem Ende erneut Lukebakio (83.) die Hauptstädter noch einmal hoffen ließ. Ein fünftes Tor wollte nicht mehr fallen. Zumindest nicht für Berlin.

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