5,3 Prozent Poker-Steuer: Droht dem Online-Poker das Aus?

Endlich wird Online-Poker legal. Doch im gleichen Zuge kommt die Poker-Steuer zum Tragen. Stichtag ist diesbezüglich der 1. Juli 2021. Ab diesem Zeitpunkt können sich Anbieter offiziell um eine Lizenz bewerben. Umgekehrt müssen sich alle Poker-Anbieter den Regeln des Glücksspielstaatsvertrages unterwerfen. Darin enthalten ist eine Poker-Steuer in Höhe von 5,3 Prozent. Dieser Prozentsatz findet auf den Einsatz der Spieler Anwendung. Für je 100 Euro Einsatz würden also 5,30 Euro als Glücksspielsteuer fällig werden. Der Staat sieht dabei den Spielerschutz auf der einen und die Steuereinnahmen auf der anderen Seite. Branchenkenner erkennen hingegen das vermeintliche Aus für das Online-Pokern.

Poker Steuer Online

Poker-Steuer: Ist Pokern online bald nicht mehr konkurrenzfähig? / Bild: Shutterstock.com

Deutschland. Die Poker-Steuer in Höhe von 5,3 Prozent kommt. Dies geht aus einem Beschluss des Bundesrates hervor. Kritik daran gibt es von der Europaen Gaming & Betting Association (EGBA). Die erste Skepsis hat dazu geführt, dass eine Studie in Auftrag gegeben wurde. Goldmedia hat die Daten erhoben. Die traurige Erkenntnis: 49 Prozent der Glücksspiel-Kunden (Online-Poker und Casino-Spieler) verlassen den legalen Markt in Richtung Schwarzmarkt. Doch noch gibt es Hoffnung, dass die Poker-Steuer nicht kommt oder zumindest nicht lange Bestand hat.

Darum sind 5,3 Prozent Poker-Steuer keine gute Idee

Eine Besteuerung in dieser Höhe ist ein echtes Problem. Laut Goldmedia-Studie verlassen damit 49 Prozent der Spieler den legalen Markt. Doch in § 1 des neuen Glücksspielstaatsvertrages ist als ein Ziel genannt, die Spieler aus der Illegalität zu holen. Diesbezüglich legte die EGBA bereits Beschwerde beim Bundestag ein. Gibt es dort Zustimmung, so dürfte die Poker-Steuer nicht länger Bestand haben – zumindest nicht in dieser Größenordnung.

Übrigens gibt es bei unseren Nachbarn ein prominentes Beispiel. Gemeint sind die Concord Card Casinos (CCC) von Peter Zanoni aus Österreich. Dort kam nämlich eine Gebühr auf Gewinne zum Tragen. Innerhalb kürzester Zeit stellte sich heraus, dass Zanoni seine Casinos nicht mehr lukrativ betreiben kann. Heute sind die ehemals in Österreich lizenzierten Angebote von Online-Poker komplett verschwunden.

Wenn der Glücksspielstaatsvertrag mit seinen Regeln das legale Pokern verhindert, dann wird es auch nix mit den geplanten Mehreinnahmen aus Steuern in Höhe von 350 Millionen Euro. Übrigens wird Online-Poker auch noch vom Einzahlungslimit (mtl. Maximal 1.000 Euro) und von der Reduzierung der Tischzahl eingeschränkt. Obendrein ist Poker ein Geschicklichkeitsspiel. Es gilt darum die richtige Entscheidung zu treffen. Doch genau die Steuer wird verhindern, dass hier seriös Gewinne zu erzielen sind.

Automatenspiel wird ebenso unter Besteuerung leiden

Tatsächlich ist es nicht nur die Poker-Steuer. Im Gleichklang sollen Spielautomaten besteuert sein. Auch hier greifen laut Gesetz 5,3 Prozent auf den Einsatz. Natürlich ist es weiterhin möglich die Automaten zu betreiben. Anstelle einer Auszahlungsquote zwischen 91 und 98 Prozent, kämen diese dann mit einem „Return to Player“ in Höhe von maximal 86 bis 94,7 Prozent daher.

Kein Problem? Doch die Kunden sind nicht dumm. Und die Anbieter auf dem nicht legalisierten Markt werden weiterhin die alten Auszahlungsquoten bieten. Daher schauen sich Spieler lieber abseits der konzessionierten Casinos um. Zumal laut Staatsvertrag auch Roulette, Blackjack und Jackpot-Spiele vermutlich nicht zulässig sein. Demzufolge ist die Wiese abseits der deutschen Regulation eindeutig grüner.

Fazit: Auf einem legalen Markt ist die Kanalisierung nur zu schaffen, wenn die Anbieter trotz Casino- und Poker-Steuer konkurrenzfähig bleiben.

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