Disney als Wettanbieter: Steigt Micky Maus ins Wettgeschäft ein?

Wer sich nicht vorstellen kann, Disney als Wettanbieter zu sehen, der sollte sein Mindset nochmals überdenken. Denn es handelt sich um einen höchst profitablen Markt, der besonders in den USA derzeit noch an Fahrt aufnimmt. Disney kann Vergnügungsparks, Medien und Streaming. Warum sollte der Micky Maus Konzern nicht ebenfalls als Buchmacher erfolgreich sein? Tatsächlich sprechen viele Gründe dafür!

Disney als Wettanbieter

Probiers mal mit Gemütlichkeit: Startet Disney als Wettanbieter durch? / Bild: Pixabay.com

Burbank/Kalifornien. Disney ist weltweit bekannt und hochgeschätzt. Auf einer Investorenkonferenz von Goldman Sachs hielt CEO Bob Chapek eine Rede und sprach dabei ein aggressiveres Vorpreschen in Sachen Sportwetten an. Zur Erklärung: Wetten sind auf den Haussendern, wie ESPN, durchaus ein Thema. Doch derzeit werden diese über Drittanbieter an den Mann oder die Frau gebracht. Aktuell ist es auch die Frage, wie der amerikanische Sportwetten-Markt aufgeteilt wird. Und „Die Maus“ will wohl ein Wörtchen mitreden.

Wo hat Disney als Wettanbieter Schnittstellen mit anderen Branchen?

Zunächst einmal ist Disney ein weltweit agierender Konzern. Wir fokussieren uns aber in erster Linie auf Sportwetten in Amerika. Denn dort würde Disney als Wettanbieter starten wollen. Wichtig ist diesbezüglich, dass ESPN zu Disney gehört. Dabei handelt es sich um einen US-amerikanischen Fernsehsender, der sich ausschließlich mit Sportprogrammen befasst. Darüber hinaus veranlasst Disney eigene Produktionen, betreibt das ABC-Network, verfügt über weitere Fernseh- und Radiosender. Zuletzt ist der hausinterne Streaming-Dienst gestartet, der beizeiten natürlich ebenso mit einem Sportangebot zu befüllen wäre.

Sportübertragungen finden schon jetzt auf ESPN, Hulu und ABC ihren Platz. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass Disney als Wettanbieter auf die eigens eingekauften Sportrechte bauen kann. Denn die professionellen Profiligen im Basketball (NBA), Eishockey (NHL), Baseball (MLB) und American Football (NFL) gehören derzeit dem Konzern. Ebenfalls hält Disney die Rechte an der spanischen Elite-Liga (La Liga) und dem prestigeträchtigen Tennisturnier Wimbledon. Die US-Golf-Tour soll dabei nicht verschwiegen werden.

Die Schnittstellen sind gewaltig. Disney könnte mit seiner Bekanntheit in Windeseile ein großes Publikum erreichen. Doch eventuell braucht der Konzern einen Partner, der Erfahrungen in der Wettbranche hat. Andere amerikanische Firmen haben schon bei 888 und Bwin angeklopft, um sich auf dem größer werdenden Markt zu etablieren.

Einige Gründe sprechen gegen Sportwetten des Maus-Konzerns

Firmengründer Walt Disney hielt nicht viel vom Glücksspiel. Dieses Gebaren hat sich bis in die heutige Geschäftspolitik gehalten. Im Rückblick lassen sich sogar Aktionen von Disney finden, die sich gegen Glücksspiel positionierten. Wetten und Casino haben nach der Philosophie von Walt Disney nicht zum Familienimage des Konzerns gepasst.

Doch die Rechtslage in Amerika ändert sich. In vielen Bundesstaaten ist Glücksspiel inzwischen legal. Außerdem laufen entsprechende Geschäftsmodelle ohnehin schon auf den Haussendern. Rein wirtschaftlich betrachtet, macht es sicherlich Sinn, Disney als Wettanbieter auf dem US-Markt zu platzieren. Bob Chapek will das Sportwetten-Engagement zwar ausbauen. Doch weiß der starke Mann bei Disney selber, dass dazu noch einige Hürden aus dem Weg zu räumen sind. Denn zunächst bräuchte es Lizenzen. Dann müssten die Partner (Ligen, Rechte-Vertreter, etc.) an Bord geholt werden. Außerdem müsste sich Disney das Know-How eines Buchmachers aneignen.

Sehen wir Disney als Wettanbieter? Die Wahrscheinlichkeit ist vorhanden. Aber es geht nicht von heute auf morgen!

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